FAQ »meine anästhesie«

Häufig gestellte Fragen rund um das Thema Narkose, Anästhesie & Co.

Durch die Anästhesie ist eine Operation ohne Stress und ohne Schmerz möglich. Eigentlich eine großartige Sache, aber eine Narkose kann auch für den Patient/die Patientin beängstigend sein, da er/ sie die Kontrolle über sich an den Anästhesist/die Anästhesistin abgibt. Hier sind einige Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um das Thema Narkose.

Bei welchen Operationen bzw. Eingriffe ist eine ambulante Narkose möglich?

  • Allgemeinchirurgie (z.B.: Gastroskopie, Coloskopie)
  • Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (z.B.: Weissheitszahnentfernung, Implantatologischer Eingriff)
  • Zahnheilkunde (z.B.: Wurzelbehandlung, Betreuung von „Angstpatienten“)
  • plastische und ästhetische Chirurgie (z.B.: Fettabsaugung, Lipofilling, Lidstraffung, Gynäkomastie-OP)
  • Orthopädie (z.B.: Arthroskopie, Überbeinoperation)
  • Gynäkologie (z.B.: Curettage, Konisation)
  • Urologie (z.B.: Zystoskopie, Prostatabiopsie)
  • Augenheilkunde (z.B.: Schieloperation, Katarakt-OP)
  • Hals- Nasen- Ohrenchirurgie (z.B.: Nasenseptum-OP)
  • Dermatologie (z.B.: Venenstripping)
  • Innerer Medizin (z.B.: Kardioversion)

Informieren Sie sich über unser Kontaktformular über Ihre Möglichkeiten

Was passiert während der Narkose?

Die Narkosemittel wirken auf die Nervenzellen in unserem Gehirn. Diese Nervenzellen können normalerweise auf viele verschiedene Arten mit ihren Nachbarzellen kommunizieren und so Informationen weitergeben. Die Narkose unterbricht diesen Informationsaustausch der Zellen, wodurch das Bewusstsein ausgeschaltet wird. Der narkotisierte Patient befindet sich sozusagen in einem bewusstlosen Schlafzustand, da die Kommunikation der einzelnen Gehirnareale unterbunden ist.

Kann man eine Narkose mit dem Schlaf vergleichen?

Ja. Hierbei unterschieden wir, ob es sich nur um einen leichten Dämmerschlaf (=Sedierung) oder einen zeitlich begrenzten Tiefschlaf (=Vollnarkose) handelt.

Bei einer Sedierung atmet der Patient selbstständig bei erhaltenen Schutzreflexen. Bei einer Vollnarkose muss der Patient als Folge dieses medikamentös herbeigeführten Tiefschlafes durch eine Narkosemaschine künstlich beatmet werden, da Atemantrieb und Schutzreflexe des Körpers fehlen.

Das Wort Narkose leitet sich vom altgriechischen “Narkos” (der Schlaf) ab und Anästhesie vom altgriechischen „an aisthesis“ (ohne Wahrnehmung, Empfindung).

Wie wird der Patient während der Narkose überwacht?

Meine Anästhesie verfügt über modernste Überwachungsgeräte, die sowohl während der Operation als auch in der Aufwach- und Erholungsphase die größtmögliche Sicherheit für den Patienten gewährleisten.

Wir überwachen die Vitalparameter (Körperfunktionen) kontinuierlich durch ein Monitoring von EKG, Blutdruck, Sauerstoffsättigung (Pulsoxymetrie) und CO2 Gehalt der Atemluft (Kapnometrie).

Wache ich nach der Narkose wieder auf?

Es gibt vereinzelt Fälle, in denen Patienten nach einer Operation einer längeren Aufwachphase bedürfen. Meist handelt es sich hierbei um sehr kranke Patienten, welche eine intensivmedizinischen Betreuung benötigen und in einem künstlichen Tiefschlaf bleiben.  Bei gesunden Patienten und ambulanten Eingriffen ist das Risiko des Nicht-Wach-Werdens äußerst gering.

Durch fortschrittliche Technologie und moderne Narkoseverfahren hat sich die Komplikationsrate der Anästhesie in den letzten Jahrzehnten deutlich reduziert.

Wie lange wird man nach einer Narkose überwacht?

Abhängig vom Narkoseverfahren, werden Sie zwischen 30 und 120 Minuten nach dem Eingriff überwacht.

Wenn Sie keine Schmerzen mehr haben, getrunken haben und alleine gehen können, werden Sie in Begleitung eines Erwachsenen nach Hause entlassen. Ihre Sicherheit ist uns wichtig.

Darf man nach der Narkose ein Fahrzeug lenken?

Nein. Nach einer Narkose dürfen Sie 24 Stunden kein Fahrzeug lenken, keine Verträge unterschreiben und keine gefährlichen Geräte bedienen.

Sie sollen sich zu Hause schonen und sich vom Eingriff erholen.

Wann darf vor bzw. nach einer Narkose getrunken und gegessen werden?

Vor einer Narkose müssen Nahrungskarenzzeiten eingehalten werden: Bis 6 Stunden vor einer Narkose dürfen feste Nahrungsbestandteile zu sich genommen werden, bis 2 Stunden vor einer Narkose dürfen klare Flüssigkeiten wie Wasser oder Tee getrunken werden.

Diese Nüchternzeiten sind enorm wichtig, da dadurch das Risiko einer Aspiration deutlich vermindert wird. Erbrochener Mageninhalt in der Lunge (=Aspiration) kann zu einer schweren Lungenentzündung führen.

Nach einer Narkose dürfen Sie aus anästhesiologischer Sicht  bei wieder vorhandenen Schutzreflexen und klarem Bewusstsein schluckweise Wasser trinken. Wenn Sie die Flüssigkeit gut vertragen haben, dürfen Sie mit dem Essen beginnen.

Soll eine vorhandene Dauermedikation weiter eingenommen werden?

Im Regelfall soll die Dauermedikation (z.B.: Blutdruckmedikamente, Lungensprays) am Tag des Eingriffs mit Wasser weiter eingenommen werden. Detailierte Informationen bekommen Sie von »meine anästhesie«

Wer kann die mobile Anästhesie in Anspruch nehmen?

Prinzipiell kann jeder meine Anästhesie in Anspruch nehmen.

Eine Anästhesie ist für Sie möglich, wenn Sie an keiner schwerwiegenden Erkrankung leiden und von kardiopulmonaler Seite gut belastbar sind. Sie sollten 2 Stockwerke ohne Pause und Atemnot gehen können. In einem persönlichen Gespräch werden wir Ihre Narkosetauglichkeit evaluieren. Ihre Sicherheit hat für uns höchste Priorität.